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„Auf die existentiellen Fragen neu Antwort geben“

21.04.2020

„Auf die existentiellen Fragen neu Antwort geben“

21.04.2020 | Pressemeldung Der Synodale Weg | Nr. 011

Bischof Dr. Bätzing und Prof. Dr. Sternberg schreiben an die Mitglieder der Synodalversammlung

„Auf die existentiellen Fragen neu Antwort geben“

Angesichts der Corona-Pandemie haben die Präsidenten des Synodalen Weges, Bischof Dr. Georg Bätzing, und Prof. Dr. Thomas Sternberg, einen Brief an die 230 Mitglieder der Synodalversammlung, die Beraterinnen und Berater sowie die eingeladenen Beobachterinnen und Beobachter des Synodalen Weges geschrieben. Die aktuelle Zeit, „die vielen viel abverlangt, lässt uns die wichtigen Dinge in den Blick nehmen und Wesentliches vom Unwesentlichen unterscheiden: die gelebte und erfahrene Solidarität mit anderen, die ich vielleicht kaum kenne, der Zusammenhalt und die Liebe in der Familie, das Eingebundensein in die Weltgemeinschaft, der Glaube an einen mit uns gehenden Gott“, heißt es in dem heute (21. April 2020) veröffentlichten Brief.

„Angesichts der Corona-Pandemie und der damit verbundenen veränderten Rahmenbedingungen sind wir als Gläubige und Kirche nicht nur herausgefordert, im Licht des Evangeliums auf die existentiellen Fragen neu Antwort zu geben, sondern auch andere Prioritäten zu setzen.“ In dem Brief bestätigen Bischof Bätzing und Prof. Dr. Sternberg, dass die zweite Synodalversammlung nach jetzigem Stand wie geplant vom 3. bis 5. September 2020 in Frankfurt am Main stattfinden soll. „Uns ist bewusst, dass die Foren und verschiedenen Gremien des Synodalen Weges angesichts dieser Krise ungeahnten Ausmaßes nicht ungerührt zur Tagesordnung übergehen können. Wir möchten daher vorschlagen, die vielfältigen Entwicklungen kirchlichen Lebens aus den zurückliegenden Wochen wahrzunehmen, im Licht der Anliegen des Synodalen Weges zu reflektieren und Impulse für die weitere thematische Arbeit aufzunehmen“, so Bischof Dr. Bätzing und Prof. Dr. Sternberg.

Die Präsidenten des Synodalen Weges würdigen in ihrem Brief die vielfältigen Initiativen und Entwicklungen, mit denen angesichts der Krise auf den Ausfall der gemeinsamen Feier der Liturgie und andere gravierende Einschränkungen im kirchlichen Leben reagiert wurde. „Das Engagement vieler Katholikinnen und Katholiken ist bewundernswert. Um die derzeitigen Aufbrüche für die Zukunft fruchtbar zu machen, ist es wichtig, sie zu reflektieren und ihre ‚Alltagstauglichkeit‘ zu prüfen.“ Weiter heißt es: „Da der Synodale Weg zuallererst die Ermöglichung der Verkündigung des Evangeliums zum Ziel und deshalb seinen Ort auch in den Herausforderungen dieser Wochen hat, wollen wir im Rahmen der Zweiten Synodalversammlung Zeit dafür reservieren, die gegenwärtige Situation und das vielfältig aufgebrochene kirchliche Leben zu bedenken und zu diskutieren. Die Corona-Krise fügt unseren definierten Themen, die ihre volle Bedeutung behalten, eine neue Dimension hinzu. Hier verdichten sich Fragestellungen, die Relevanz für den Synodalen Weg haben und für unsere Bemühungen um eine tragfähige Zukunftsgestalt unserer Kirche.“

 

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